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Hier haben sich die beiden Finalisten für Liedbegleitung der Jury und einem sehr
fachkundigen Publikum zum Finale präsentiert.
Aus einer bemerkenswerten Zahl von Bewerbungen hatte die Jury in der Vorrunde am
Donnerstag, den 9. Juni 2016 in der Landesmusikakademie auf Schloss Hallenburg in Schlitz
lediglich zwei Bewerber zum Finale für den Elisbateh-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts
am Freitag, den 10. Juni um 19.00 Uhr zugelassen. Die Bewerber hatten ein umfangreiches
Pflichtprogramm vorzubereiten. Zunächst mussten sie sich mit einem Soloprogramm vorstellten.
Danach wählte die Jury aus insgesamt 12 Liedern (6 mit Sopran, 6 mit Bariton) einige aus.
Mit ihnen unbekannten Künstlern von der Hochsule Hannover hatten sie ihr pädagogisches und
pianistisches Können als Liedbgelieter zu präsentieren. Roland Hagemann von der
Musikhochschule Stuttgart und der Portugise Pedro Machado da Costa von der Kunst Universität Graz
ließen die Juroren unter der Leitung von Marco Zeiser Celesti (Chordirektor vom
Staatstheater Kassel) zum Finale zu.
Die HNA schrieb in der Montagsausgabe:
Seltene Einblicke
Spohr-Wettbewerb im Bundessozialgericht
VON SUSANNA WEBER
KASSEL. Der Wettbewerb Louis Spohr hatte den etwa 35 Neugierigen im Elisabeth-Selbert-Saal
des Bundesssozialgerichts etwas ganz Besonderes zu bieten: Da er in diesem Jahr für
Klavierbegleiter mit Gesang ausgeschrieben war, zeigten die beiden Finalisten Roland
Hagemann und Pedro Machado da Costa nicht nur ihre solistischen Qualitäten.
Eine kurze öffentliche Probensequenz gehörte ebenfalls dazu.
Die Arbeit eines Korrepetitors (Klavierbegleiters) bedeutet nicht nur das Herantasten
an musikimmanente Emotionen, sondern auch die intensive Auseinandersetzung mit der
Sprache als musikalischem Medium. Hagemann illustrierte das im Rahmen seiner Probe
mit der hervorragenden Sopranistin Nadezda Senatskaya eindrucksvoll: Welche Vokalfarbe
braucht es im Finnischen? Denn das Lied „Sua katselen“ der Komponistin Kaaija
Saariaho (geboren 1952) aus dem Zyklus „Leino laut“ erklang natürlich in der Originalsprache.
Überhaupt: Es war, wie von Dr. Lorenz Becker in der Begrüßung erläuterte, „wie im echten Leben“.
Finalisten und die von der Musikhochschule Hannover importierten Sänger lernten sich
erst vormittags in einer kurzen Generalprobe kennen. Auch das hat man in einem Wettbewerb
nicht alle Tage.
Über 2000 Euro konnte sich der Sieger des Abends, Pedro Machado da Costa, freuen. Sowohl den Preis
der Jury um den Chordirektor des Staatstheaters, Marco Zeiser-Celesti, als auch den
Publikumspreis durfte er mit nach Hause nehmen. Und das zu Recht: Technisch souverän
brillierte er zunächst solistisch in der Chopin-Etüde Op. 25 Nr. 11 a-Moll, bevor er
sich mit dem gleichfalls exzellenten Bariton Luciano Lodi in Schuberts „Erlkönig“
auf einen echten Parforce-Ritt begab.
Aber auch das Lyrische lag ihm: Gustav Mahlers Lied „Nicht wiedersehn“ bildete einen innigen
Kontrast. Am Ende viel Beifall für den Sieger und alle Beteiligten - sowie ein
Geschenk in Form eines guten Tropfens.
Die Musiker

Musiker beim Eintag in das Flügelbuch: Pedro Machado da Costa (* 1989 in Macau), Nadezda Senatskaya *),
Roland Hagemann (* 1989 in Lingen (Ems), Luciano Lodi *) (vlnr.) -
*) Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMT)
Die Akteure

Die Jury mit den beiden Finalisten: Marco Zeiser Celesti (Jury-Vors., Staatheater Kassel), Roland Hagemann,
Pedro Machado da Costa, Yamina Maamar (Jury, Opernsängerin, HMT Hannover),
Julia Rinderle (Jury, Spohrpreisträgerin 2010, HMT Hannover),
Michael Kravtchin (Jury Konzertpianist, Dozent Musikakademie Louis Spohr, Kassel), Lothar R. Behounek
(Stv. Juryvors., Direktor Landesmusikakademie Hessen) - (vlnr.)
Der Preisträger

Pedro Machado da Costa (* 1989 in Macau)
Kontakt:
Dr. Lorenz B. F. Becker
Förderverein Louis-Spohr-Stiftung e. V.
Nordshäuser Straße 6
D 34132 Kassel
Fon: 0561 94 02 900
Fax: 0561 40 87 88
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